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Tradition

Der 1904 geborene, aus Themar/Thüringen stammende, Willi Lobenstein absolvierte 24jährig seine Bäckermeisterprüfung in Aschaffenburg Unterfranken, mit „sehr gut“, bekommt die Meisterstelle bei der renomierten Firma „Horst Kohl“ (Konditoreiwaren, Kaffeehäuer, Feinkost und Weinhandlung „HORST KOHL“) und zieht nach Erfurt.

Als er sich 1935 ein Herz fasste und die blutjunge Kontoristin des Feinkostgeschäftes Else Rosenthal bat, ihn zum alljährlichen Firmenball zu begleiten, wurden Grundlagen geschaffen, die ihre Konsequenzen haben sollten. Es „funkte“, die beiden heirateten und ein Jahr später gründeten sie ihre „eigene Firma“. Zunächst in der Metzer Straße eine kleine Kellerbäckerei, kurze Zeit später, 1936 in der Beaumont Straße (heute Damaschkestraße) den noch heute bestehenden Backbetrieb. „Willi“ hatte Glück, wurde nicht zum Millitärdienst eingezogen, sondern mußte Brot für die Versorgung vor Ort backen.

1939 wurde Bernd Lobenstein geboren, 1966 Konditormeisterprüfung im Haus „Kossenhaschen“ (später „Erfurter Hof“) und 1969 Bäckermeisterprüfung, beides mit „sehr gut“.

Seit Ende der 60er Jahre führte er gemeinsam mit seiner Frau Gisela (geborene Hartung) die Geschicke des ständig wachsenden Handwerksbetriebes.

Unrühiges Fahrwasser Dank staatlicher Reglementierung und Mangelwirtschaft bremsten Unternehmertum und Sicherheit. Unvergessen bleiben die DDR - Erfindungen: Erma- und Legupan als Marzipanersatz aus Kartoffeln und Erbsen , gezuckerte grüne Tomaten statt Zitronat, kakaohaltige Fettglasur mit Rindertalg für Kuvertüre und Schokolade. Mischobstkonserven aus der VR Rumänien und Vierfruchtmarmelade aus Pappeimernern wurden ideenreich zu Konditoreiprodukten verarbeitet. Kirschen, Mandarinen oder Ananas, natürlich aus der Dose, waren „Delikatprogramm“. Mit der Wende 1989 endlich wieder Licht am Horizont und die Renaissance.

Der 1964 geborene Stefan Lobenstein absolvierte seine Lehrausbildung zum Konditor im elterlichen Betrieb und der PGH Erfurter Backwaren, wurde 1982 bester Lehrling der DDR und begab sich 12 Jahre auf Wanderschaft.

Wichtige Stationen waren das Fichtelberghaus Oberwiesenthal, der Cecilienhof in Potsdam, das Metropol Hotel in Berlin, Café Gerbaut und Duna Intercontinental in Budapest, in den letzten DDR Jahren, mit „Ausreiseantrag“ als Küchenhilfe im Augustinerkloster zu Erfurt, nach der Aberkennung der Staatsbürgerschaft und Ausreise in den Westen: Frankfurt Sheraton (größtes Hotel Europas) als Commis, Wiesbadens Aukamm Hotel am Kurpark als Chefpatissier, Salzburg Sheraton im Mirabellgarten, Karachi Pakistan zur Einarbeitung und Eröffnung eines Wiener Kaffeehauses im Auftrag der Austria Trade Commission, zurück nach Salzburg, Schatz Konditorei, Getreidegasse.

1994 Meisterprüfung mit „sehr gut“ vor der Kammer Salzburg. Seither wieder im Stammbetrieb in Erfurt, tätig in verschiedenen Funktionen und Ehrenämtern, im Meisterprüfungsausschuß und ab 2001als Obermeister der Konditoreninnung Erfurt.

Im Februar 1996 wurde die Bäckerei/Konditorei um das Café erweitert, welches sich in den ehemaligen Wohnräumen der Familie befindet. Im Jahre 2000 wurde es zur heutigen Größe erweitert und bietet zur warmen Jahreszeit auch Sitzplätze auf der Terrasse an.

Das Sortiment umfasst Brot und Brötchen auch in Bio-Qualität, Klein- und Dauerbackwaren, Plätzchen, Teegebäck, Blechkuchen (auch herzhaft als Zwiebel- oder Gemüsekuchen), Sahne- und Butterkremtorten, konditoreiwaren aller Art, Erfurter Schittchen, Lebkuchen und kleine, sowie herzhafte Konditoreierzeugnisse für Bufetts.

 

 




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